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Interview: «Jeder unserer Kunden kann stark von Komax HMI profitieren.»

Die Komax HMI Bediensoftware für Crimp-Crimp Maschinen ist dafür beliebt, dass sie den Benutzer Schritt für Schritt durch den Arbeitsablauf führt und damit kontinuierlich hohe Qualität gewährleistet. Aber auch kleine Werkstätten mit weniger strukturierten Abläufen, kleinen Aufträgen und sehr erfahrenen Mitarbeitern können von dieser Bediensoftware profitieren. Darüber sprachen wir mit Patrick Britschgi, Product Group Manager bei Komax.

Darum gehts

  • Vor mehreren Jahren löste die Bediensoftware Komax HMI ihre Vorgängerin TopWin auf unseren Crimp-Crimp Maschinen ab.
  • Komax HMI überzeugt durch gesteigerte Effizienz bei strengsten Qualitätsvorgaben, vor allem deshalb, weil sie den Bediener Schritt für Schritt durch den Arbeitsablauf leitet.
  • Kleinere Werkstätten mit zahlreichen kleinen Produktionsaufträgen profitieren zum Beispiel von der Unterstützung bei der Einrichtung und Umrüstung der Maschine für die jeweils folgende Produktion.

 

Patrick Britschgi, seit 2018 wird die Bediensoftware Komax HMI laufend verbessert und optimieret. Als neustes Highlight kommt das Machine Dashboard, dank dem man die beliebte Bedienoberfläche unbeschränkt individualisieren kann. Welche Kunden mit welchen typischen Einsatzgebieten der Komax Maschinen können davon profitieren?

Jeder unserer Kunden kann in irgendeiner Form stark von Komax HMI profitieren. Je nach Positionierung nützen ihm die einen Funktionalitäten mehr als andere. Deshalb werde ich die Herausforderungen unserer einzelnen Kundengruppen separat betrachten und in mehreren Beiträgen darüber berichten.

«Die Herausforderung für einen kleineren Betrieb liegt darin, dass er seine Maschinen immer wieder umrüsten muss, auch wenn er mit einer Einstellung oft nur wenige Kabelsätze produziert.»

Mit welcher dieser Gruppen möchten Sie beginnen?

Mit einer, von der man es vielleicht am wenigsten erwartet. Nennen wir sie «Werkstatt». Als Beispiel dient uns ein lokaler Kleinbetrieb, der sich darauf spezialisiert hat, Ersatzteile für Fahrzeugwerkstätten herzustellen, die zur Restaurierung von Oldtimern dienen oder zur Ausrüstung von Spezialfahrzeugen. Er beschäftigt wenige, aber langjährige, erfahrene Mitarbeiter. Für die Kabelherstellung stehen 1–2 Crimp-Crimp-Maschinen zur Verfügung – und für spezielle Aufgaben vielleicht noch ein Wire Stripper, ein Cut and Stripper und ein Crimper. Damit produziert der Kunde immer wieder kleinere Aufträge von wenigen Kabelsätzen, die oft sehr unterschiedlich sind. Wie alle unsere Kunden muss auch dieser Betrieb scharf kalkulieren. Die Herausforderung für ihn liegt darin, dass er seine Maschinen immer wieder umrüsten muss, auch wenn er mit einer Einstellung oft nur wenige Kabelsätze produziert.

Wie steht es mit der Digitalisierung in dieser Gruppe?

Bei solchen Betrieben funktioniert noch viel von Hand und auf Papier. Weil das Personal sehr vertraut mit den Maschinen ist, wird das Digitalisierungspotenzial nicht so direkt wahrgenommen. Dabei gäbe es auch hier erstaunliche Möglichkeiten, gerade mit Crimp-Crimp Maschinen, die von der aktuellen Generation an mit Komax HMI ausgeliefert werden.

Wo erkennen Sie dieses Potenzial?

Hauptsächlich beim Zeitaufwand für die Einrichtung und Umrüstung der Maschine für den jeweils nächsten Produktionsauftrag, also bei der Zeit, während der die Maschine und das Bedienpersonal notwendigerweise belegt sind, aber nicht wirklich Teile produzieren.

Können Sie uns dafür konkrete Beispiele nennen?

Jeder Auftrag ist anders, und doch kommt es im Laufe der Zeit immer wieder vor, dass ein früher fabrizierter Artikel erneut bestellt wird. Mit der vorgängigen TopWin Software gibt es dafür zwei Möglichkeiten: Wenn der Betrieb die Datenbank pflegt, kann er den betreffenden Artikel in der Liste finden und erneut produzieren.

Und wenn er TopWin hat und keine Datenbank?

Viele kleinere Betriebe korrigieren einfach den aktuell angezeigten Artikel jeweils für den nächsten Auftrag, indem sie in TopWin die passenden Teile hinzufügen oder austauschen. In diesem Fall müssen sie aber jedes Mal erneut sicherstellen, dass die Einstellungen für die Verarbeitung korrekt sind und die geforderte Qualität liefern.

Und wie geht es mit Komax HMI?

Rasch, einfach und komfortabel, gerade wenn der Kunde seine Teile und Artikel in der Datenbank abgelegt hat. Denn so speichert Komax HMI auch die Prozesseinstellungen und die Qualitätsprüfungen gemeinsam mit der Artikeldefinition in der Datenbank. Sie lassen sich im Nu wieder aufrufen und die Maschine weiss damit schon, wie dieser Artikel verarbeitet werden muss. In der kommenden Softwareversion lassen sich die abgespeicherten Artikel noch besser strukturieren und leichter zuordnen.

Kann unsere «Werkstatt» auch vom Machine Dashboard profitieren?

Ja, selbstverständlich! Dafür gibt es sogar mehrere Möglichkeiten, die sich zudem kombinieren lassen. Nehmen wir als erstes Beispiel die Darstellung von Eingabefeldern. Falls der Betrieb ohne Datenbank arbeitet und die Produktionsaufträge jeweils neu eingibt, lassen sich im Machine Dashboard alle benötigten Eingabefelder für die Spezifikation des Auftrags auf einer einzigen Seite darstellen. So muss der Bediener nicht mehr der hierarchischen Logik folgen, um die Teile, den Artikel und dann den Auftrag zu definieren.

Hat der Kunde hingegen bereits eine Datenbank mit Artikeln erstellt, kann der Bediener den gewünschten Artikel aus der Liste auswählen und die Parameter im Machine Dashboard kontrollieren. Wenn nötig, kann er sie hier auch gleich korrigieren, bevor er den Auftrag per Knopfdruck für die Produktion freigibt. Das alles erfolgt übersichtlich auf einer einzigen Seite. Gemäss unseren Messungen bei Kunden kommt es typischerweise zu einer Halbierung der Eingabezeiten.

«Mit einer Funktion im Machine Dashboard lässt sich der ursprüngliche Auftrag mit einem einzigen Klick erneut als Auftrag in die Liste einfügen, so dass der Bediener das fehlende Teil innert kürzester Zeit nachproduzieren kann.»

Gibt es noch eine elegantere Lösung für Artikel, die immer wieder produziert werden?

Die gibt es tatsächlich. Der Kunde kann die häufigsten Artikel nicht nur in der Datenbank, sondern direkt im Machine Dashboard in einer permanenten Auswahlliste aufführen. So kann sie der Bediener per Knopfdruck direkt auswählen, die nötigen Anpassungen vornehmen und als Auftrag in die Liste einfügen. Dadurch können wir dem Kunden auch bei wiederkehrenden Artikeln helfen, die Umrüstzeit möglichst gering zu halten.

Kann der Bediener mit dem Machine Dashboard auch einzelne Kabel produzieren?

Ja, das ist sehr praktisch. Diese Situation kommt insbesondere dann vor, wenn ein Kabel bei einem nachfolgenden Arbeitsschritt oder bei der Handhabung beschädigt wird und ein Ersatz hergestellt werden muss. Weil der Bediener in der Zwischenzeit bereits andere Artikel produziert hat, muss er die Maschine wegen des einen Kabels wieder neu einrichten. Das erfordert eine erneute, zeitraubende Umrüstung und birgt die Gefahr, dass die Einstellungen nicht mehr genau dieselben sind wie beim damaligen Auftrag und die Qualität letztlich unterschiedlich ausfällt.

Mit einer Funktion im Machine Dashboard lässt sich der ursprüngliche Auftrag mit einem einzigen Klick erneut als Auftrag in die Liste einfügen, so dass der Bediener das fehlende Teil innert kürzester Zeit nachproduzieren kann. Alle Einstellungen sind identisch und konsistent mit dem ursprünglichen Auftrag. Der Bediener muss nur noch das Material laden und mit Hilfe der grünen Taste dem Arbeitsablauf folgen.

Wie würden sie die Vorteile von Komax HMI für solche Betriebe zusammenfassen?

Komax HMI und ganz besonders die Funktionen des Machine Dashboards sparen enorm viel Zeit, ohne dass grosse Investitionen in aufwendige IT-Systeme nötig sind. Komax HMI unterstützt die optimierte Produktion von Kleinserien mit der Möglichkeit, Funktionen und Informationen individuell nach Kundenbedürfnis hinzuzufügen. Oft lässt sich mit erstaunlich geringem Aufwand ein überzeugender Nutzen erzielen.

Dazu kommt die Einfachheit der Bedienung und der klar strukturierte Arbeitsablauf in Komax HMI. Auch wenn der Kunde und seine Belegschaft bisher bestens mit TopWin vertraut sind, werden sie die Vorteile von Komax HMI und deren Nutzen rasch schätzen. Wichtig ist, dass sie ihre Bedürfnisse und ihre Arbeitsweise kennen und mit Komax besprechen, möglichst noch, bevor sie ihre erste Maschine mit Komax HMI in Betrieb nehmen.

Wie können Kunden ihre Maschinen von der bestehenden TopWin-Software auf Komax HMI aufrüsten?

Am besten wenden sie sich an ihren Account Manager von Komax oder den entsprechenden Vertreter. Diese klären ab, ob und wie sich bestehende Maschinen aufrüsten lassen, und welche Ergänzungen zu Komax HMI sinnvoll und hilfreich sind.

Ansprechperson
Patrick Britschgi

Patrick Britschgi

Verantwortlich für den weltweiten Rollout von Komax HMI.

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